open source

In der Informatikwelt und im Internet besonders ist seit längerem eine Ablösung von kostenpflichtigen hin zu frei verfügbaren Produkten und Mitteln im Gange. Diese Revolution hat von Software und Wissen über Musik und Filme sogar auch Produkte wie Drucker, Handys und Gratiszeitungen erfasst. Eine erstaunliche Umschichtung ist im Gange, von der Verrechnung eines Produktes bis zur Verrechnung von Dienstleistungen. Erstaunlich insofern, dass vor der Jahrtausendwende praktisch niemand glaubte, dass man auf diese Weise Geld verdienen könnte. Und erstaunlicherweise stellt sich jetzt heraus, dass man auf diese Weise nicht nur preiswerte Angebot schafft, sondern dass man so offenbar sogar effizienter produziert. Der gesamtgesellschaftliche Nutzen nimmt zu. Nicht überall, aber meistens.

Lassen Sie mich am Beispiel der „open source“-Software erklären, wieso das funktioniert und unter welchen Voraussetzungen das sogar besonders gut funktioniert. Open source heisst „frei einsehbarer und erweiterbarer Quellcode“. Einzig die bereits beteiligten Erdenkerinnen und Erdenker müssen dabei erwähnt bleiben. Da der Quellcode frei verfügbar ist, heisst das folgerichtig, dass auch die Software gratis ist. Das heisst aber auch, dass man als Entwickler bestehende Software eigenhändig anpassen, korrigieren und erweitern kann. Wenn jetzt viele gute Entwickler angesprochen werden, so verbessert sich die Software in einem Masse, wie es sich keine einzelne Firma leisten könnte. Synergien sind möglich und die Entwickler profitieren voneinander.

Jetzt ist natürlich marktentscheidend, was die Voraussetzungen dazu sind, dass viele Entwickler angesprochen werden, die erst noch gut sind. Offensichtlich bieten Betriebssysteme kein attraktives Entwicklungs-Umfeld, sonst hätte Microsoft mit Windows schon lange nicht mehr die Nase vorn. Bei den für Webseiten wichtigen Content-Management-Systemen sieht es jedoch etwas anders aus. Hier hat sich kein „Early-Adopter“ etablieren und verteidigen können, es herrscht ein gesunder Konkurrenzkampf. Mittlerweile dominieren hier ausgeklügelte „open source“-Systeme den Markt. Ich habe mich nach einiger Erfahrung mit eigener Software, proprietärer Fremdsoftware und „open source“-Software für die „open source“-Systeme Typo3 und WordPress entschieden. Bei dieser Abwägung habe ich insbesondere die Entwicklergemeinde geprüft und mir überlegt, wo ich am schnellsten und besten mitentwickeln kann.

Certified Typo3 Integrator

Das Problem bei „open source“-Software besteht vielfach darin, dass man sich von der freien Verfügbarkeit blenden lässt und nicht berücksichtigt, dass auch hierbei Komplexität und Qualität möglich ist. Dieser Qualitätsprozess findet beim Konfigurieren der Software und der Ansichtsmasken statt. Obschon grundsätzlich schon von Beginn weg fast alles möglich ist, heisst das nicht, dass es in jedem Fall gut gemacht ist. Wenn man eine umfangreiche Website zu betreuen hat, so hat man eben auch viel mehr zu tun, wenn diese schlecht organisiert ist. Und wenn eine Webseite schnell erstellt ist, heisst das nicht automatisch, dass sie schön aussieht und auf jedem Browser gleich und erst noch behindertengerecht dargestellt wird.

Zudem gibt es bei Webprojekten meistens Erweiterungen zu programmieren. Hier zeigt sich dann insbesondere, ob jemand Erfahrung mit der Software und den Aufgaben hat. Nach über 3 Jahren Arbeit mit dem bekannten Content-Management-System Typo3 fand ich es schliesslich an der Zeit, mich gegenüber Einsteigern zu qualifizieren. Daher habe ich im letzten Frühjahr eine Prüfung absolviert und darf mich fortan „Certified Typo3 Integrator“ nennen. http://certification.typo3.org/index.php?id=63. Damit haben Sie als Kunde eine Garantie für fachmännisch ausgeführte Arbeiten und das zu den Vorzügen der „open source“-Welt.

WOCAT (World Overview of Conservation Approaches and Technologies)

Mein Interesse für öffentliche Güter und deren Nutzung beschränkt sich nicht auf Software. Es beschämt mich, dass wir es nicht schaffen, bei allen Gütern einen nachhaltig erfolgreichen Prozess zu initieren. Insbesondere bei gefährdeten, beschränkten Ressourcen müssen wir ansetzen und beschleunigen! Neben der aktuell stattfindenden Klimadebatte, wo es um das Gut „Atmosphäre“ geht, gibt es auch Grenzen bei der Nutzung des Bodens, des Wassers und des Feuers in Form von Energie.

Die WOCAT ist eine Organisation, die sich um die nachhaltige Bodennutzungs-Methoden und –Technologien kümmert. Die Geschäftsstelle wird von der Uni Bern geführt, während die Mitglieder und Initiativen weltweit verstreut aktiv sind. Es geht darum, ein Netzwerk von Experten bis zu Anwendern zu betreuen und den weltweiten Erfahrungsaustausch anzuregen.

Pragmas hat für dieses ehrgeizige Projekt eine Typo3-Webseite erstellt, welche nicht nur gegen aussen anspricht, sondern auch funktionell dem Netzwerkgedanken gerecht wird. Insbesondere ist die Adressverwaltung neu in die Website integriert. Dadurch können bestimmte Abläufe wie Workshop-Anmeldungen automatisiert ablaufen. Mittels eines Mailing-Tools können Newsletter effizient gestreut werden. Und mittels eines moderierten Forums können die Mitglieder sich untereinander austauschen.

Überlegen Sie sich doch einmal, womit in Ihrem Umfeld wertvoller Boden verschwendet und übernutzt wird und machen Sie sich ein Bild, wie schön die Ressource ist, um die es hier geht. Die von Serge Rau wunderschön gestaltete Website ist mit einer dezent animierten Bilderschau ausgestattet, die einem einen Einblick auf die Erde und die Arbeit des WOCAT gewährt.

Naturundwirtschaft

Grossräumig denken, kleinräumig handeln. So lautet die Devise von Naturundwirtschaft. Diese Stiftung zeichnet Schweizer Firmen aus, welche die Natur auf ihrem Areal fördern. Falls Sie nach dem Besuch der WOCAT-Website überzeugt sind und mit Ihrer Firma selbst Hand anlegen möchten, sind Sie hier richtig. Es geht darum, dass auf dem Flachdach oder dem Umschwung Ihres Firmengeländes Naturräume entstehen, die Farbe, Vielfalt und Leben in Ihren Betrieb bringen.

Die Typo3-Website beherbergt eine anschauliche Galerie mit inspirierenden Naturarealen, eine Vielfalt von Tipps und Informationen rund um den Unterhalt sowie einen Buch-Shop für vertiefendes Wissen rund ums naturnahe Gärtnern. Nehmen Sie Einblick in die Website unter www.naturundwirtschaft.ch. Falls Sie noch ein Weihnachtsgeschenk benötigen, kann ich Ihnen das Meditative Gärtnern nach Reto Locher sehr empfehlen.